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Der Value Bet auf dem River

Pokerprofis, vor allem solche die nicht mit online Pokerräumen wie Everest Poker aufgewachsen sind machen oftmals den Fehler und verschenken Geld auf dem River. Und wenn selbst Profis diesen Fehler immer wieder machen, dann kannst du davon ausgehen, dass normale Pokerspieler ihn regelmäßig machen und damit eine Menge Geld verschenken. Es ist die Rede von einem Value Bet auf dem River.

David Sklansky und viele weitere Pokerautoren der alten Schule sagen gerne: „Spiel nicht auf dem River an, denn dein Gegner callt dich bloß wenn du geschlagen bist.“ Diese oder so ähnliche Aussagen findet man häufig und durchgehend in der Pokerliteratur. Über Jahrzehnte haben selbst gute Pokerspieler einfach gecheckt und gehofft der Gegner checkt auch bzw. nach dem Gegner gecheckt aus Angst vor einem Check-Raise und anderen Dingen.

Dabei ist die Aussage natürlich nicht ganz so falsch. Kaum ein Spieler wird dich mit einer Hand wie King-High auf dem River callen wenn du davor drei Runden lang Action gemacht hast. Aber je stärker deine Hand ist und je mehr es nach einem Bluff aussieht, desto eher wirst du auch einen Herocall von deinem Gegenüber bekommen.

Der Value Bet gegen Callingstations

Ob du am River noch einmal anspielen solltest, musst du auch von deinem Gegner abhängig machen. Du wirst in jedem Spiel eine Callingstation haben die komme was Wolle nicht foldet. Gerade gegen solche Gegner kannst du natürlich auch mit viel schwächeren Händen valuebetten wie gegen Gegner, die nur mit starken Händen dabei bleiben. So ist es auch mit so genannten Tablesherrifs, dies sind Spieler die dem Tisch zeigen möchten dass du bluffst oder die es nicht ertragen können aus dem Pot geblufft zu werden und daher sehr leicht callen. Je leichter dein Gegner callt, desto mehr und mit schwächeren Händen kannst du auf dem River anspielen.

Das Board

Das Board ist zwar auch ein Faktor, jedoch nicht ganz so bedeutend oder in der Form wie viele Spieler denken. Stell dir vor es lag ein Flushdraw auf dem Flop und du spielst bis zum River an und dein Gegner callt. Auf dem River wäre nun die klassische Situation zu checken. Dies haben jahrzehntelang Pokerprofis gelernt wenn es um die Poker Strategie ging wie man den River spielt. Denn wenn der Gegner einen Flushdraw hatte, dann wird er folden. Und wenn man zu ihm hincheckt, kann es sein das er einen Bluff versucht und so die Hand noch gewinnt.

Doch Poker hat sich gewaltig geändert in den letzten Jahren. Spieler sind viel aggressiver geworden und es ist keine Seltenheit, dass ein Spieler seinen Flushdraw über drei Straßen blufft. Dein Gegner könnte daher glauben du versuchst mit Gewalt die Hand durchzubringen und dich mit einer weit aus schwächeren Hand callen als du selbst hast. Wenn du nun checkst dann wird er entweder hinter dir checken oder sich freuen einen billigen Showdown bekommen zu haben mit einer Hand die so genannte Showdown Value hat.

Die heutigen Pokerpartien ermöglichen viel mehr passende Spots für einen guten und erfolgreichen Value Bet auf dem River. Ein guter Pokerspieler lernt diese zu finden und dann gezielt auszunutzen.

 

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